Wildobst und Gartenbeeren

Auf die richtige Zusammensetzung kommt es an!
Wenn man die geeigneten Partner und die richtigen Sorten mit gestaffelter Erntezeit wählt, steht einem abwechslungsreichen Non-stop-Frischgenuss von Ende Mai bis Anfangs November nicht im Weg!

Fresshecken für den Familiengarten?

Warum „Fresshecken“?

Im Familiengarten ist der Platz oft Mangelware. Wer sowohl Obst und Gartenbeeren ernten will. Etwas für den Naturschutz tun möchte, steht oft vor der Frage: Wo soll ich das alles unterbringen und worauf muss ich verzichten?

Wie wäre es mit einer Mischkultur Fresshecke! Ähnlich wie man im Gemüsegarten mit der richtigen Mischkultur den knappen Platz besser ausnützen und gleichzeitig die Gesundheit und Widerstandkraft der Pflanzen stärken kann, so gibt es auch bei Gehölzen gute Partner, mit denen man Platz (und Spritzmittel) einsparen kann, wenn man sie zueinander setzt.

Darüber hinaus erfüllen Fresshecken nebenbei auch alle Funktionen einer „nicht-essbaren“ Hecke: Abgrenzung, Wind- und Sichtschutz, Zierwert (Blüten, Herbstlaub), Lebensraum für Tiere (Futter- und Nistgelegenheit für Vögel, Insekten…) usw.

Äpfel, Johannisbeeren und Himbeeren passen zum Beispiel gut zueinander. Sie haben die gleichen Symbionten (Mykorrhiza-Bodenpilze) und ähnliche Ansprüche an Boden und Licht. Setzt man sie abwechselnd in eine Reihe, so entsteht eine dichte „Fresshecke“ und man kann auf der gleichen Fläche, die man sonst nur für die Obstbäume brauchen würde, auch Johannisbeeren und Himbeeren ernten- und bekommt erst noch kräftigere, gesündere Pflanzen!

Platzbedarf und Kosten

Je nach Vorliebe und Anzahl der hungrigen Mäuler variiert die Zahl der Pflanzen pro Sorte. Die Exposition, die Bodenverhältnisse und Höhe über Meer schränken eventuell die Auswahl ein. Aber es gibt sicher für jeden Geschmack und jede Lage die richtige Fresshecke!

Der Pflanzenabstand beträgt durchschnittlich 1m (bei reiner Obstbaumkultur 2 bis 4m!), der Preis je nach Art und Grösse 20.- bis 50.- pro Strauch, (Obstbäume 50.- bis 90.-), für ein 10 Meter lange einreihige Hecke also je nach Auswahl 250.- bis 500.- Chf.

Pflege

Die meisten Wildobststräucher sind anspruchslos und benötigen nur wenig Pflege. In der Regel genügt ein Pflegeschnitt nach einigen Jahren. Je nach Art können die Früchte roh genossen oder zu Konfitüren, Säften und Spezialitäten verarbeitet werden. Richtig ausgewählte Obstsorten sind ebenfalls pflegeleicht und lassen sich mit geeigneten Wildobstarten problemlos kombinieren.

Ein paar Ideen für Ihren Garten:

Wildobst-Nasch-Hecke (roh essbares Wildobst)
Maibeere, Felsenbirne, Wildpflaumen (Ziparten, Kirschpflaumen), Aronia (Indianerbeere), Kornelkirsche, Hasel …

Wildobst-Einmach-Hecke (Wildobst zum Verarbeiten)
Wildrosen, Kornelkirsche, Holunder, Aronia, Scheinquitte, Kirschpflaumen, Mispel, Ölweide …

Gartenbeeren-Hecke
Johannis-, Stachel-, Josta-, Sommer- und Herbsthimbeeren, Dornige, dornlose und aufrechte Arkansas-Brombeeren …

Obst-Beeren-Wildobst-Mischhecke (Permakultur)
z.B. (Säulen-)Apfel, Zwetschge, Hasel, Holunder, Johannisbeere, Stachelbeere, Herbsthimbeeren …

Schlingpflanzen-Spalier
Rebe, Kiwi, Spaltkölbchen, Brombeeren, Taybeeren, Hopfen …

Moorbeet-Hecke (pH-Wert des Bodens unter 5)
Blaubeeren, Heidelbeere, Preiselbeere, Moosbeere …

Heilpflanzen-Hecke
Schwarzdorn, Weissdorn, Sanddorn, Aronia, Spaltkölbchen, Cassis, Holunder, Sauerdorn …


Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt – eine Fresshecke für eine Kleinfamilie oder für ein ganzes Quartier, eine Feuerbrand resistente Hecke, eine Kombi-Hecke für Mensch und Vögel (essbare und nicht geniessbare Arten), eine Blüten-/Duft-Hecke …

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